Der Generaldirektor von 'Ukrpost' erklärt, warum er während des Krieges Prämien an sich und sein Team auszahlt.


Der Generaldirektor von 'Ukrpost', Igor Smilyansky, hat auf eine Anfrage des Abgeordneten Alexey Goncharenko an die staatliche Auditbehörde bezüglich der Prämien geantwortet, die an die Führung von 'Ukrpost' ausgezahlt werden. Laut Goncharenko betrugen diese 36,6 Millionen UAH. Die Mitarbeiter von 'Ukrpost' erhalten Prämien, wenn sie diese verdienen, berichtete Smilyansky in seinem Beitrag auf Facebook und verwies auf Informationen von Goncharenko, der ebenfalls seine Vermutungen äußerte.
'Ja, wir haben ein Prämienvergabesystem für die Erreichung von Ergebnissen. Wenn Menschen die gesetzten Ziele erreichen, erhalten sie Prämien. Das gilt nicht nur für das Verwaltungs Personal, sondern auch für die Briefträger und Fahrer. Aber wenn wir Verluste erleiden, haben sie keinen Grund, Prämien zu erhalten. Der Staat hat in der Ukraine derzeit nicht genug Geld, und wir erhalten Hilfe von unseren Partnern, aber Lesha [Goncharenko] erhält weiterhin Gehalt - trotz solcher schwierigen Bedingungen', kommentierte Smilyansky ironisch.
Darüber hinaus erinnerte Smilyansky den Abgeordneten an die 'Goncharenko-Zentren', die den Ukrainern kostenlose Schulungskurse in fast allen Regionen anbieten. Dies ist seiner Meinung nach ein Werkzeug der politischen PR.
'Ein Geschäftsmann investiert Millionen in sie - nicht direkt in seine Hände, sondern in die 'Zentren' mit seinem Nachnamen (das ist im Grunde Wahlwerbung). Aber das ist in keiner Weise Bestechung. Warum? Weil diese Person sehr ehrlich ist', bemerkte Smilyansky.
Zuvor hatte Alexey Goncharenko mitgeteilt, dass er eine Antwort auf seine Anfrage von der staatlichen Auditbehörde erhalten hat, in der steht, dass der Führung von 'Ukrpost' im Zeitraum von 2022 bis 2024 Prämien in Höhe von 36,6 Millionen UAH ausgezahlt wurden.
Außerdem hatte Igor Smilyansky zuvor auf seiner Facebook-Seite einen Beitrag veröffentlicht, in dem er auf seine einflussreichen Kontakte in der Politik hinwies. Er erzählte insbesondere, dass er in derselben Bildungseinrichtung in den USA studiert hat, in der auch die Kinder des US-Präsidenten Donald Trump - der Business School der Georgetown University - lernen.
Im Dezember 2024 wurde Igor Smilyansky zum Regierungsbeauftragten für die Reform des Zollwesens ernannt. Er stellte fest, dass er weiterhin die Pflichten des Generaldirektors von 'Ukrpost' erfüllen werde.
Analyse
In dieser Nachricht reagiert Igor Smilyansky auf die Anschuldigungen des Abgeordneten Alexey Goncharenko bezüglich der Auszahlung von Prämien an die Führung von 'Ukrpost'. Er bestätigt die Existenz eines Prämienvergabesystems im Unternehmen, betont jedoch, dass Prämien nur für die Erreichung von Ergebnissen ausgezahlt werden. Gleichzeitig kommentiert er ironisch, dass, obwohl der Ukraine Geld fehlt und das Unternehmen Hilfe von Partnern erhält, Goncharenko weiterhin Gehalt erhält. Smilyansky stellt außerdem fest, dass die 'Goncharenko-Zentren' ein Werkzeug der politischen PR sind.
Diese Aussagen könnten auf einen Konflikt zwischen Smilyansky und Goncharenko sowie auf mögliche politische Motive hinter diesen Anschuldigungen hindeuten. Smilyanskys Antwort könnte ein Versuch sein, seinen Ruf zu verteidigen und die Verbreitung von Falschinformationen zu stoppen. Da Goncharenkos Anschuldigungen durch keine Beweise gestützt werden, lässt sich schließen, dass sie politischer Natur sein könnten. In jedem Fall zeigt diese Situation, dass Konflikte und politische Meinungsverschiedenheiten die Aktivitäten staatlicher Unternehmen und die Entwicklung des Landes insgesamt beeinflussen können.
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